03.12.2014

Großbrand bei Wieland in Vöhringen am 25.11.2014

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Großalarm bei Wieland: Feuer im Walzwerk Fünf Wehrleute erleiden Rauchvergiftung. Die Ursache des Brandes ist noch nicht klar Brand im Walzwerk der Wieland-Werke. Gestern Abend rückte ein Großaufgebot an Feuerwehrleuten aus, um die Flammen zu bekämpfen. Die Ursache ist noch unklar, die Schadenshöhe ebenfalls. Großalarm bei Wieland: Gestern Abend ist eine große Werkshalle in Brand geraten. Über die Höhe des Schadens war bei Redaktionsschluss noch nichts bekannt. Das Feuer war etwa um 19.30 Uhr in der Galvanikabteilung im Walzwerk ausgebrochen. Dort werden Metalle veredelt. Nach Angaben der Feuerwehr haben sich bei dem Brand fünf Wehrleute eine Rauchvergiftung zugezogen. Einer musste ins Krankenhaus, die anderen wurden vor Ort behandelt. Mitarbeiter des Unternehmens wurden nach bisherigen Erkenntnissen nicht verletzt. Am Werkstor wurden die Arbeiter, die zur Nachtschicht kommen wollten, wieder nach Hause geschickt. Die Feuerwehr war zudem mit einem ABC-Erkundungsfahrzeug in der Umgebung im Einsatz. Nach Angaben eines Sprechers bestand für die Bevölkerung keine Gefahr. Insgesamt waren 200 Feuerwehrleute, 30 Rettungskräfte und 15 Mitarbeiter des Technischen Hilfswerks im Einsatz. Das Feuer hat wohl einen großen Schaden angerichtet. Zur genauen Höhe konnte der Sprecher der Feuerwehr keine Auskunft geben. Auch die Ursache des Feuers ist noch unbekannt. Die Werksleitung von Wieland schätzt, dass das Feuer einen Schaden von fünf Millionen Euro angerichtet hat. Die durch den Brand zerstörte Galvanik-Halle ist immer noch nicht betretbar. Der Sachschaden ist gewaltig: Rund fünf Millionen Euro kostet der Großbrand der vergangenen Nacht das Unternehmen Wieland. Doch das ist nur der Verlust an der Produktionseinrichtung, der weitere wirtschaftliche Schaden lässt sich noch nicht abschätzen. Das sagte am Mittwoch vor der Presse Werksleiter Eckhart Zimmermann. Die durch einen Brand zerstörte Halle ist derzeit noch nicht betretbar, es besteht Einsturzgefahr. Wieland: Feuer ist unterm Strich glimpflich abgelaufen Wann die Produktion in diesem Bereich wieder anlaufen kann, steht noch in den Sternen. Unter dem Strich sei dieses Feuer dennoch glimpflich abgelaufen, wie Wieland-Vorstandmitglied Ulrich Altstetter meint. Der Schaden an der Halle sei zwar hoch, doch weitere Produktionseinrichtungen wurden nicht in Mitleidenschaft gezogen. Das verhinderten neben dem Einsatz der Feuerwehren vor allem Brandwände, die nach der Renovierung der Halle 2007 zum Schutz der umliegenden Gebäude hochgezogen worden waren. Er lobte ausdrücklich das Engagement sämtlicher Helfer, die von Dienstagabend bis weit in den Morgen hinein im Einsatz waren. Nach Angaben der Feuerwehr waren insgesamt 260 Frauen und Männer beteiligt, um das Feuer einerseits in den Griff zu bekommen und andererseits weitere Schäden zu verhindern. Neben Technischem Hilfswerk, Rotem Kreuz und der Polizei stellte die Feuerwehr mit 200 Mann das Gros der Kräfte. Nach der jüngsten Bilanz von heute Mittag erlitten sechs Wehrmänner Verletzungen, sie mussten vor allem wegen Rauchvergiftungen behandelt werden. Um 19.15 Uhr schlug eine Brandmeldeanlage Alarm Das Feuer war um 19.15 bemerkt worden, als eine Brandmeldeanlage Alarm schlug. Etwa gleichzeitig bemerkte ein Mitarbeiter der Galvanik-Abteilung Flammen. Danach lief eine gewaltige Alarmierungsmaschinerie an, denn allein das Stichwort "Industriebrand" bringt mehr Einsatzkräfte auf die Beine als ein gewöhnliches Feuer. Eine Gefahr für die Bevölkerung habe nicht bestanden, sagte Kreisbrandrat Dr. Bernhard Schmidt. Der Verdacht, dass der Rauch möglicherweise mit Giftststoffen aus der Galvanik, speziell mit Cyanid belastet sei, habe sich nicht bestätigt. Sämtliche gemessenen Werte lagen unter der Nachweisgrenze, so Schmidt. Ein Übriges habe der Wind beigetragen. Der blies von Osten her, so dass die Schwaden nicht über die Stadt Vöhringen zogen, sondern in Richtung Auwald. Die angrenzenden baden-württembergischen Orte seien nicht in Mitleidenschaft gezogen worden. Ein ABC-Einsatzfahrzeug, das bei solchen Bränden routinemäßig eingesetzt werde, konnte bereits im Laufe des Abends Entwarnung geben. Zusätzlich wurde die Bevölkerung durch Warnmeldungen über verschiedene Radiostationen sowie durch Lautsprecherdurchsagen gewarnt, damit Fenster und Türen vorsichtshalber geschlossen werden. Brand bei Wieland: Landeskriminalamt sucht nach der Ursache Die Brandursache ist noch nicht bekannt. Ein Experte des Landeskriminalamtes wird seine Arbeit aufnehmen, sobald die betroffene Halle betreten werden kann. Was die Produktionsausfälle betrifft: Die will das Unternehmen durch externe Dienstleister ausgleichen, wie Vorstandsmitglied Altstätter sagte. In diesem Teil der Fertigung werden verzinnte Metallbänder hergestellt, die für elektronische Bauteile Verwendung finden. Sie machen nach den Worten des Werksleiters aber nur einen geringen Anteil der Wieland-Fertigung aus: 300 von jährlich 400.000 Tonnen. Nach dem Brand der Galvanik-Halle im Vöhringer Wieland-Werk schätzen Experten die Schadenshöhe nun auf zehn Millionen Euro. Auch zur Brandursache gibt es neue Informationen. Zwei Tage nach dem Brand der Galvanik-Halle im Vöhringer Wieland-Werk haben Experten die Schadenshöhe nach oben korrigiert. Ging man zunächst von fünf Millionen Euro aus, so wurde am Mittwoch nach einem Ortstermin von Polizei, Berufsgenossenschaft und Wieland-Geschäftsführung von zehn Millionen gesprochen. Fachleute können das Gebäude immer noch nicht betreten Die Fachleute konnten am Donnerstag das völlig zerstörte Gebäude allerdings nur aus sicherer Distanz in Augenschein nehmen, da nach Dafürhalten eines Statikers akute Einsturzgefahr besteht. Der Abriss der Halle sei unumgänglich, heißt es in einer Mitteilung der Polizei. Nach ersten Erkenntnissen der Brandermittler brach das Feuer aus, als die Produktion ruhte. Aus technischen Gründen wurden allerdings die Galvanik-Becken auf Temperatur gehalten. Polizei geht von einem technischen Defekt aus Nach Auswertung diverser Daten haben Fachleute festgestellt, dass am Dienstagabend die Steuerung der Galvanikanlage ein Feuer in einem der Becken anzeigte. Ein Mitarbeiter überprüfte diese automatische Meldung sofort und alarmierte daraufhin umgehend die Feuerwehr. Aus diesem Grund geht die Polizei von einem technischen Defekt in der Heizung der Galvanik-Becken aus. Hinweise auf fahrlässige oder gar vorsätzliche Brandstiftung haben die Beamten der Neu-Ulmer Kriminalpolizei, die von einem Spezialisten des Landeskriminalamts unterstützt wurden, nicht gefunden. Ob beim Abbruch der Halle detailliertere Informationen über die Brandursache gewonnen werden können, kann die Polizei momentan nicht abschätzen. Texte: Illertisser Zeitung Bilder: Thomas Pöppel / www.new-facts.eu
Mit freundlicher Genehmigung der
Illertisser Zeitung
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