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Kreisfeuerwehrverband Neu-Ulm

Online Berichte

Mit freundlicher Genehmigung der
Illertisser Zeitung

13.02.2019

Illertissen: Brandgeruch im Kindergarten

Zahlreiche Rettungskräfte sind am Mittwochvormittag zum Kindergarten St. Martin in Illertissen geeilt. Die Ursache: eine defekte Deckenlampe.

Kleine Ursache, große Wirkung - und alles verlief wie am Schnürchen: So könnte man das umschreiben, was sich am späten Mittwochvormittag im Illertisser Kindergarten St. Martin hinter der Stadtpfarrkirche ereignete. Gegen 11 Uhr wurde vom Personal Schmorgeruch in einem Gruppenraum wahrgenommen. "Es roch nach durchgebranntem Kabel", sagt Leiterin Anette Sauer. Sofort habe sie einen 112-Notruf abgesetzt und veranlasst, dass alle 72 anwesenden Kinder mit ihren Erzieherinnen das Gebäude verließen.

Nachdem weder Flammen noch Rauch wahrnehmbar waren, konnten die Kinder noch schnell ihre Schuhe und Winterjacken anziehen. Denn entgegen erster Meldungen waren sie nicht auf dem Spielplatz gewesen, sondern zum Zeitpunkt alle in ihren Gruppenräumen im Haus. Angeführt von ihren Betreuerinnen gingen die Kinder zu ihrem Sammelplatz in die nahe gelegene Stadtpfarrkirche St. Martin, so, wie sie es erst vor einigen Monaten geübt hatten. Dort "haben sie gesungen und Fingerspiele gemacht", sagt Kita-Leiterin Sauer weiter.

Lampe kaputt: Der Strom fiel aus

Währenddessen trafen bereits die ersten Fahrzeuge der Feuerwehr Illertissen und des Rettungsdienstes ein und schnell war die Ursache des Geschehens festgestellt: Bei der Leuchtstoffröhre einer Deckenlampe in einem Gruppenzimmer war ein Vorschaltgerät durchgeschmort, was zur Folge hatte, dass im Gebäude der Strom ausfiel. So konnten die von auswärts anrückenden Einsatzkräfte zurückbeordert werden.

Diese waren zahlreich auf der Anfahrt, da die Integrierte Leitstelle "Donau-Iller" in Krumbach davon ausgehen musste, dass notfalls der Kindergarten von den Einsatzkräften evakuiert werden müsste und dass möglicherweise Kinder oder Personal beispielsweise durch Raucheinwirkung verletzt sein könnten. Doch alle Befürchtungen erwiesen sich glücklicherweise als unbegründet. "Das Personal hat hervorragend reagiert; uns wurden sofort Namenslisten von allen Kindern vorgelegt, auf denen abgehakt war, welche Kinder anwesend waren. So stand schnell fest, dass niemand vermisst war. Das ist alles perfekt gelaufen" lobte Kommandant Erik Riedel.

St. Martin: Notfall-Übung hat sich bewährt

Damit hatte sich bewährt, was vor wenigen Monaten im Beisein der Feuerwehr geübt worden war. Die in der Kirche wartenden Kinder bekamen dann noch "Besuch" vom Rettungsdienst, und als fest stand, dass niemand verletzt war und die Kindergartenräume wieder betreten werden konnten, ging eine lange Kolonne von Kindern, zwei und zwei von ihren Betreuerinnen geführt, an der abrückenden Feuerwehr vorbei zurück in die Gruppenräume. Nun hatten die Kinder kurz danach, als sie von ihren Eltern abgeholt wurden, viel zu erzählen.

Text und Bilder: wis


 
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