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Feuerwehren im Landkreis Neu-Ulm - Pressearchiv


27. Juli 2005

Bilder und Text: Wilhelm Schmid

Übung Hubschrauber-Absturz im Autokontor

Buch-Ritzisried (wis). "Hubschrauber-Absturz im Autokontor Bayern, Ritzisried !" Mit dieser Meldung wurden am Montagabend die Feuerwehren aus Ritzisried, Buch, Unterroth und Illertissen alarmiert. Wie sich herausstellen sollte, handelte es sich bei dem Szenario glücklicherweise nur um eine Übung, die vom zuständigen Kreisbrandmeister Matthias Thuro und dem Bucher Kommandanten Peter Burkhart in Absprache mit dem "Autokontor" vorbereitet worden war. Die Firma betreibt auf dem ehemaligen Gelände der Raketenstation im Wald zwischen Ritzisried und Kettershausen einen Lager- und Umschlagplatz für gebrauchte Autos, und für die Geschäftsreisen der Firmenleitung steht ein Hubschrauber des Typs "Eurocopter EC 120" bereit. Angenommen war nun, dass dieser im Landeanflug Probleme bekommen hatte, dabei zwei Autos touchierte und schließlich mit einer "harten Notlandung" vor seinem Hangar aufsetzte. Den eintreffenden Feuerwehren bot sich folgendes Bild: Im Hubschrauber befanden sich fünf nicht ansprechbare und offensichtlich verletzte Personen, und etwa hundert Meter weiter waren zwei Schrottautos übereinander gestapelt, in denen sich wiederum drei "Übungsverletzte" befanden. So galt zunächst der Rettung von Menschenleben das Hauptaugenmerk, wobei der Brandschutz nicht außer Acht gelassen werden durfte. Die zuerst an der Einsatzstelle ankommende Feuerwehr aus Ritzisried hatte gleich eine Menge an Aufgaben zu bewältigen, und ihr Kommandant Armin Egger, der die Einsatzleitung übernahm, verteilte die Aufgaben. Je mehr Feuerwehrfahrzeuge und Mannschaften eintrafen, um so eher schritten die Rettungs- und Löscharbeiten voran. Schnell waren die "Verletzten" aus ihrer misslichen Lage befreit, und sowohl mit Pulver als auch mit Schaum und Wasser wurde den angenommenen Bränden zu Leibe gerückt. Kommandant Burkhart hatte, um das Ganze realistischer zu gestalten, hinter den havarierten Autowracks ein stark qualmendes Feuer entfacht, dem natürlich schnellstens der Garaus gemacht wurde. Als sich herausstellte, dass die Wasserversorgung stabil war und die Übungsaufgaben bewältigt waren, konnte KBM Thuro "Übungsende" durchgeben lassen. Bei der anschließenden Besprechung dankte er allen Beteiligten, ehe Hubschrauberpilot Günter Feiner noch eine Reihe von praktischen Hinweisen zum Vorgehen an havarierten Helikoptern gab. Abschließend waren sich alle Beteiligten einig, dass eine ähnliche Übung in absehbarer Zeit, dann mit angenommener Notlandung im Außenbereich, wiederholt werden sollte, sowohl, um den Sicherheitsbestimmungen des Standortes gerecht zu werden, als auch, um die für eine hiesige Feuerwehr doch eher ungewöhnlichen Vorkehrungen, die bei der Rettung aus Luftfahrzeugen zu beachten sind, weiter zu üben.

Unterstützt von Pulver, Wasser und Schaum gingen die Feuerwehren zur Rettung von fünf "Verletzten" aus dem laut Übungsannahme notgelandeten Hubschrauber im "Autokontor Bayern" bei Ritzisried vor. Bild: W. Schmid