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Feuerwehren im Landkreis Neu-Ulm - Pressearchiv


06. September 2005

Wilhelm Schmid

Verkehrsregelung durch die Feuerwehr

Illertissen (wis).

Bei zahlreichen Veranstaltungen sieht man sie: Die Feuerwehrleute, die den Zufahrtsweg und die Parkplatzeinweisung regeln und dabei nicht nur auf Parkplätzen, sondern vor allem auch auf öffentlichen Straßen tätig sind. Immer wieder kommt es dabei vor, dass Autofahrer die Anweisungen der Feuerwehrleute einfach ignorieren und, darauf angesprochen, auch noch meinen, im Recht zu sein, weil ihrer unmaßgeblichen Ansicht nach allein der Polizei das Recht zur Verkehrsregelung zustehe. Das ist jedoch spätestens seit neun Jahren ein großer Irrtum, den seit dieser Zeit gilt bereits eine eindeutige Gesetzesvorschrift, die besagt, dass Einsatzkräfte der Feuerwehr das Recht haben, "Zeichen und Weisungen gemäß 36 der Straßenverkehrsordnung" zu geben.

Kreisbrandrat Alfred Raible als oberster Feuerwehrmann im Landkreis Neu-Ulm weist auf diese Regelung hin und bittet deshalb alle Verkehrsteilneh-mer, die Anweisungen der Feuerwehrleute bei Veranstaltungen und natürlich auch an Einsatz-stellen bei Unfällen oder Bränden zu beachten. Wer also derartige Weisungen und Zeichen nicht beachtet, läuft Gefahr, sich eine Ordnungswidrigkeits-Anzeige einzuhandeln, die auf Antrag der Feuerwehr von der zuständigen Polizeidienststelle verfolgt wird. Selbstverständlich sind die Feuerwehrleute für ihren Einsatz bei der Verkehrsregelung entsprechend ausgebildet und ausgerüstet. Sie sind also einerseits gehalten, dem Verkehrsteilnehmer deutliche Zeichen zu geben und andererseits auch ihre "Eigensicherung" zu beachten. Dies geschieht durch die erforderliche Warnbekleidung und, soweit notwendig, auch durch die Aufstellung von Warnschildern, Blinklampen, Leitkegeln und ähnlichen Geräten. Dabei muss der Feuer-wehrmann nicht unbedingt, wie einmal ein Autofahrer meinte, "seinen Helm aufsetzen"; es genügt auch beispielsweise das Tragen einer Warnweste über der blauen Ausgehuniform oder der mit Reflexstreifen ausgerüstete Schutzanzug.

Es muss also nicht so weit kommen wie im letzten Jahr, als ein Autofahrer in einer Gemeinde des Landkreises Neu-Ulm einen Feuerwehrmann bei der Parkplatzeinweisung "über den Haufen" fuhr und dann vom Gericht verurteilt wurde. Vielmehr bitten die Feuerwehren im Landkreis Neu-Ulm alle Verkehrsteilnehmer um rücksichtsvolles Verhalten und Verständnis für die Feuerwehrleute, die ihre Freizeit dafür opfern, dass jeder bei einer Veranstaltung geordnete Zu- und Abfahrtswege sowie einen Parkplatz vorfindet.