Zurück Startseite KFV
Feuerwehren im Landkreis Neu-Ulm - Pressearchiv

mit freundlicher Genehmigung der
Illertisser Zeitung

22.August 2005

"Großbrand" entpuppt sich als Lagerfeuer

Möbelhaus nicht in Flammen - Fünf Wehren im Einsatz

Vöhringen/Illerrieden (wis).

Für einigen Wirbel sorgte die Meldung "Großbrand eines Möbelhauses" in der Nacht zum gestrigen Sonntag. Zunächst stellte sich heraus, dass nicht das große Möbelhaus in Vöhringen, sondern das Lagerhaus der Firma im nahen Illerrieden gemeint war. Heller Feuerschein und dichter Rauch ließ zunächst Schlimmes vermuten. Doch der angebliche Großbrand entpuppte sich als stark qualmendes Lagerfeuer. Durch die Sirene auf dem Rathausdach wurden zahlreiche Vöhringer jäh aus dem Schlaf gerissen.

Mit der Meldung "Großbrand eines Möbelhauses" wurden in der Nacht zum Sonntag gegen 1.45 Uhr die Feuerwehren Vöhringen, Illerzell und Illerberg alarmiert, und auch der Rettungsdienst sowie Kreisbrandrat Raible und die zuständigen Kreisbrandinspektoren und Kreisbrandmeister wurden in Marsch gesetzt, weil ein "Brand im Möbelhaus Konrad" gemeldet worden war.

Rauch und heller Schein

Nach näherer Erkundigung stellte sich heraus, dass nicht das Möbelhaus in Vöhringen an der Memminger Straße, sondern die firmeneigene Schreinerei in Illerrieden gemeint war. So wurden über die Leitstelle Ulm auch die Feuerwehren aus Dietenheim und Illerrieden alarmiert und damit insgesamt in fünf Ortschaften nachts um zwei Uhr Alarm über Funkmelder und Sirenen ausgelöst. Bei der Anfahrt der bayerischen Feuerwehren über die Vöhringer Illerbrücke entstand der Eindruck, als stünde das gesamte Schreinereigebäude in hellen Flammen. Feuerschein erhellte die Nacht und starke Rauchentwicklung ließ Schlimmes erahnen.

Harmlose Ursache

Nach Ankunft der Einsatzkräfte stellte sich jedoch heraus, dass die Ursache des Ganzen weitaus harmloser war: Unmittelbar hinter der großen Halle der Schreinerei waren einige "Festles-Feierer" in fröhlicher Runde um ein großes Lagerfeuer versammelt, und weil diese nasses Holz als Brennstoff verwendet hatten, entwickelten sich Rauchwolken, die zusammen mit dem Feuerschein den Eindruck eines Großfeuers hatten entstehen lassen. So konnten die fünf Löschzüge mit ihren Führungskräften aus den Kreisbrandinspektionen des Landkreises Neu-Ulm und der württembergischen Nachbarschaft wieder unverrichteter Dinge abrücken.

Wie von der Ulmer Polizeidirektion zu erfahren war, wird die Feuerwehr-Leitstelle Ulm noch abklären, inwieweit die Lagerfeuer-Veranstalter für die Kosten des unnötigen Feuerwehreinsatzes herangezogen werden.

Die Feuerwehr rät in diesem Zusammenhang, dass Lagerfeuer dieser Größe vorher durch einen kurzen Anruf bei der Polizei angemeldet werden sollten.