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Feuerwehren im Landkreis Neu-Ulm - Pressearchiv

mit freundlicher Genehmigung der
Illertisser Zeitung

05.07.2005

Auch im Schutzanzug gute Figur abgegeben

Erstmals Wahl der "Feuerwehrfrau des Landkreises Neu-Ulm"

Von Illertisser Zeitung Mitarbeiter Armin Schmid


Bild: Armin Schmid

Altenstadt-Untereichen

Corinna Reichl aus Untereichen hat es geschafft, sie ist die "Feuerwehrfrau 2005 des Landkreises Neu-Ulm" und damit das erste weibliche Feuerwehrmitglied, das diesen Titel tragen darf. Im Feld der acht Bewerberinnen überzeugte die junge Untereicherin zwischen Spaßfragen, theoretischem Test und praktischen Übungen die Jury und das Publikum, das tosenden Applaus spendete.

Zum Festausklang des 125-jährigen Gründungsjubiläums der Feuerwehr Untereichen, in Verbindung mit dem 7. Kreisfeuerwehrtag, stand als weiteres Glanzlicht der Feierlichkeiten die erstmals stattfindende Wahl der "Feuerwehrfrau 2005 des Landkreises Neu-Ulm" auf dem Programm. Doch zunächst versetzte die Blaskapelle Unterroth, unter der Leitung von Uli Dambacher, das Publikum mit ihrem aktuellen Sommerprogramm in ausgelassene Festtagsstimmung.

Acht Kandidatinnen

Danach startete der Moderator Karl Immler die Vorstellung der acht Bewerberinnen, die im blauen Dienstanzug auf der Bühne erschienen. Die Jubiläumswehr Untereichen schickte mit Michaela Klettner, Corinna Reichl und Katharina Heinisch gleich drei Feuerwehrfrauen ins Rennen um den Titel. Dazu kamen Monika Schöpf (Au), Sabine Kreis und Maria Gschwind (beide Unterroth), Corinna Ullmann (Illertissen) und Michaela Scharnagl (Tiefenbach).

"Wir wollen zeigen, was Feuerwehrfrauen so drauf haben", gab Maria Gschwind auf Nachfrage von Karl Immler als Motivationsgrund für die Teilnahme an und auch Corinna Heinisch wollte Frauenpower unter Beweis stellen. Ziemlich selbstbewusst ging auch Corinna Reichl ins Titelrennen: "Ich mach mit, um der 125-Jahr-Feier unserer Wehr einen krönenden Abschluss zu geben."

Nach der Beantwortung einiger Spaßfragen, mussten die Kandidatinnen den Inhalt des Cocktails "Ladykiller" erraten, bevor es an die Lösung von zwölf theoretischen Fachfragen aus dem Bereich Feuerwehrwesen ging. Alle acht Frauen bewiesen fundiertes Fachwissen und bereiteten sich im prallgefüllten Festzelt auf die praktische Übung vor.

Lautstark angefeuert

Unter den lautstarken Anfeuerungsrufen des Publikums und der Fans, galt es, in kürzester Zeit und mit möglichst wenig Fehlern einen Schutzanzug anzuziehen, über eine Leiter zu klettern und bereitstehenden Helfern einen Rettungsknoten anzulegen. Nachdem alle acht Bewerberinnen den praktischen Übungsteil absolviert hatten, beteiligte sich das Publikum aktiv an der Wahl der Feuerwehrfrau. Mit frenetischem Beifall trieben die Zuschauer den Phonmeter in die Höhe und honorierten nacheinander die Leistungen der mutigen, jungen Frauen.

Corinna Reichl gewinnt

"Ihr seid ein tolles Publikum, ihr habt bei 105 bis 110 Dezibel wirklich nicht am Applaus gespart", stellte Karl Immler fest, nachdem sich die Geräuschkulisse wieder etwas beruhigt hatte. Die gemeinsame Wertung der Jury und des Publikums brachte dann das mit Spannung erwartete Endergebnis. Michaela Scharnagl aus Tiefenbach belegte den dritten Platz. Auf den zweiten Platz kämpfte sich Monika Schöpf von der Feuerwehr Au vor und den Sieg und damit auch den Titel "Feuerwehrfrau des Landkreises Neu-Ulm" holte sich Corinna Reichl aus Untereichen.