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Feuerwehren im Landkreis Neu-Ulm - Pressearchiv

mit freundlicher Genehmigung der
Illertisser Zeitung

Dienstag, 16.01.2001

Hochwasser hielt die Feuerwehr in Atem 

Im Jahr 2000 rückten die Freiwilligen über 120 Mal aus 
Vöhringen (ub). 
Die Freiwillige Feuerwehr Vöhringen musste im vergangenen Jahr 120
Mal ausrücken. Dabei überwogen die technischen Hilfeleistungen (101)
wieder einmal die Brandeinsätze (11) bei weitem. Acht
Sicherheitswachen bei verschiedenen Veranstaltungen wurden
absolviert. Diese Einsatzbilanz legte Kommandant Werner Wildt bei der
Jahreshauptversammlung im Josef-Cardijn-Haus vor. 
Derzeit verfügt die Vöhringer Wehr über 40 aktive Feuerwehrleute. Im
Laufe des Jahres werden acht Jugendliche die Truppe verstärken. Für
Kommandant Wildt Anlass, "ruhig in die Zukunft schauen zu können".
Die Fortbildung wurde im Laufe des vergangenen Jahres
großgeschrieben. Der Einsatz von Rettungsschere, Spreizer und
Rettungszylinder wurden praktisch erprobt, ebenso die Handhabung
verschiedener Leitern. Objektübungen wurden am Hochhaus, am
Kulturzentrum und auch in der Uli-Wieland-Schule durchgeführt. 

Werner Wildt berichtete auch aus dem Alltag der Feuerwehr. So gab es
eine Vermisstensuche, bei der sich eine alte Frau vor den leuchtenden
Einsatzjacken der Feuerwehrleute fürchtete, was die Suche
verlängerte. Bei einer Verfolgungsjagd verlor ein Polizeifahrzeug seine
Ölwanne. Das ausgelaufene Öl musste von der Feuerwehr
aufgenommen werden. Nachdem die Wehr im vergangenen Jahr ein
neues Löschfahrzeug in Dienst gestellt hat, richtet sich nun das
Interesse auf einen Versorgungslaster, um notwendige Gerätschaften in
Gestellen oder Containern an den Einsatzort zu bringen. Auch ein
neuwertiger Einsatzleiterwagen steht fast fertig in der Garage.
Gerätewart Peter Birzele und Kleiderwart Uwe Öfner bescheinigte
Kommandant Wildt gute Arbeit. 

Ausbildung 
Siegbert Standop, Zugführer des Löschzuges Illerzell, berichtete von
vier Brandeinsätzen und Hilfeleistungen nach heftigen Stürmen. Auch
habe neues Hochwasser die Männer des Löschzuges wieder in Atem
gehalten. Höhepunkt des Jahres war das 100- jährige Gründungsfest
des Illerzeller Löschzuges. Auch die Vöhringer Wehr konnte ein
Jubix04 läum feiern. Ihre Jugendwehr wurde 30 Jahre alt. Jugendwart
Winfried Standop vermeldete, dass es um den Nachwuchs nicht
schlecht bestellt ist: In Vöhringen und Illerzell gibt es insgesamt 26
Jungfeuerwehrler. Auch bei ihnen steht die Ausbildung im Vordergrund.
Insgesamt wurden 1 890,5 Trainingsstunden geleistet. Aber die
Junioren mussten auch bereits Einsätze leisten. Insgesamt waren es
200 Stunden. 

Zu Beginn der Generalversammlung hatte der Erste Vorsitzende der
Vöhringer Wehr, Jakob Rauscher, die Aktivitäten des
Feuerwehrvereins aufgelistet. Es war eine stattliche Bilanz, bei der die
Open-Air-Beach-Party einen besonderen Stellenwert erhielt.
Kassenprüfer Reiner Ruf bescheinigte Kassierer Walter Schlecker
"hervorragende Kassenführung". 

Bürgermeister Karl Janson bedankte sich bei den Floriansjüngern für
den ehrenamtlichen Einsatz im Dienst einer guten Sache. "Stets
abrufbar zu sein, das verdient Wertschätzung und Anerkennung."
Janson dankte auch Vorsitzendem Rauscher sowie Kommandant Wildt
für deren Einsatz. Auch Kreisbrandrat Walter Bestle stellte das
Dankeschön in den Mittelpunkt seiner Grußadresse. Dass es in
Deutschland noch immer Probleme mit der Freistellung von
Feuerwehrleuten bei Einsätzen gebe, fand Bestle bedauerlich. In
anderen Ländern wären diese Fragen längst gelöst. 

Für langjährige Mitgliedschaft wurden Peter Mück, Siegfried Hilberth,
Johann Bucher, Josef Braumüller und Kurt Czasch geehrt. Franz
Stegmann wurde für 20- jährige aktive Arbeit in der Wehr
ausgezeichnet.