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Kreisfeuerwehrverband Neu-Ulm

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Mit freundlicher Genehmigung der
Neu-Ulmer Zeitung

03.12.2008

Wullenstetten: Neues Feuerwehrauto

Neues Feuerwehrauto

Senden (ahoi) - Die Anschaffung eines neuen Fahrzeugs für die Wullenstetter Feuerwehr beschloss der Hauptausschuss des Sendener Stadtrats mit den Stimmen von Grünen, CSU und BiSS am Dienstag.

ALFA Mehrere Alternativen, so hatte Walter Gentner von der Stadtverwaltung den Räten erklärt, standen offen: Ein gebrauchtes Fahrzeug für im Haushalt finanzierte 74 000 Euro zu kaufen, eventuell von der Münchner Wehr, die ihm Jahr 2010 Fahrzeuge verkaufen werde, den Wullenstettern einen Wagen der Sendener Feuerwehr zu übergeben, die wiederum dann ein Fahrzeug aus München erhalten könne, oder aber ein neues Fahrzeug anzuschaffen.

Der Vorschlag der Verwaltung, einen 19 Jahre alten Wagen der Sendener nach Wullenstetten zu geben, stieß bei einigen Räten auf Widerstand. Die CSU stellte den Antrag, ein Neues oder Vorführfahrzeug zu kaufen und die Kosten im Haushalt 2009 nachzufinanzieren. Damit konnte sich Antje Esser, Fraktionsvorsitzende der SPD, anfreunden, sprach sich aber für eine Obergrenze von 180 000 Euro aus, „mehr darf es nicht sein.“

Konkrete Preise

Ohne konkrete Preise zu diskutieren, sei nicht möglich, meinte Manfred Frisch (CFW/FWG), während Kurt Baiker die Frage klären wollte, ob die Wullenstetter einen Elf- oder einen Siebeneinhalbtonner bräuchten. „Es müsste eigentlich klar sein, worum es jetzt geht.“ Während ein LF 10/6, elf Tonnen schwer, mit geschätzten 240 000 Euro zu Buche schlägt, würde die kleinere Variante rund 40 000 Euro weniger kosten.

Zuschüsse gebe es für beide Varianten, so Walter Gentner, er hatte von Sendens Kommandant Helmut Rogg die Auskunft erhalten, auch ein kleineres Fahrzeug mit 7,5 Tonnen Gewicht sei für Wullenstetten geeignet.

Zudem, führte Baiker aus, sei eine bereits geführte Diskussion um Vorführfahrzeuge der Firma Iveco „eher hinderlich“, denn die Anschaffung müsse korrekt ausgeschrieben werden, eine Wettbewerbsverzerrung dürfe nicht stattfinden. Und: Wenn ein kleineres Fahrzeug genüge, müsse man auch so ausschreiben.

Nicht herumeiern

Baiker brauche „jetzt nicht so herumeiern“, indem er ein Horroszenario ausmale, meinte Hans Ullrich (SPD). Helmut Meisel (Grüne) wollte, wie die CSU, der Wehr einen Elftonner zukommen lassen, ähnlich groß wie das bisherige Fahrzeug. Doch Baiker blieb dabei: Er wolle „nicht erleben, dass es ein Problem gibt, auf dass ich mehrfach hingewiesen habe.“ Der Stadtrat haue die Millionen raus, „der Haushalt fliegt Ihnen um die Ohren“, kündigte er an. Für Plätze und die Verlegung von Grünstreifen würden Millionen ausgegeben, wandte Claudia Schäfer-Rudolf (parteilos) ein, „und jetzt plötzlich fliegt uns der Haushalt um die Ohren, da verstehe ich die Welt nicht mehr.“

Es werde sicherlich keine Bevorzugung eines Unternehmens geben, erklärte Antje Esser. Manfred Frisch bewegte anderes, nämlich die Gültigkeit der eigenen Beschlüsse. Im letzten Januar habe man den Kauf eines Gebrauchtfahrzeugs beschlossen, „das gilt heute wohl überhaupt nichts mehr“.

Weil für 180 000 Euro wohl kein Elftonner erhältlich ist, stimmten die Räte gegen den Antrag der SPD, die Kosten auf diesen Betrag zu begrenzen. Die Ausschreibung kann erst im nächsten Frühjahr geschehen - nach der Fertigstellung des Haushalts 2009.


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