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Kreisfeuerwehrverband Neu-Ulm

Online Berichte

Mit freundlicher Genehmigung der
Illertisser Zeitung

30.05.2008

Illertissen: Brand bei Fa. RUKU

Fertigungshalle von Ruku wird Raub der Flammen

Von Wolfgang Kahler (Illertisser Zeitung)

Illertissen Weniger als ein Jahr nach dem verheerenden Großbrand bei der Kühlhausfirma Kollmer gab es für die Löschkräfte in der Nacht zum gestrigen Donnerstag erneut Großalarm. Eine Fertigungshalle der Illertisser Holzbearbeitungsfirma Ruku wurde ein Raub der Flammen. In einer ersten Einschätzung beträgt der Schaden mindestens drei Millionen Euro. Als Brandursache wird ein technischer Defekt vermutet.

Großalarm für umliegende Wehren

Kurz nach 1 Uhr ging bei der Illertisser Feuerwehr die Alarmierung durch einen Werkschutzmann der Firma ein. Als die Löschkräfte am Einsatzort in der Dietenheimer Straße eintrafen, loderten bereits hohe Flammen aus dem sogenannten alten Hobelwerk. Sie waren bis weit in die Umgebung zu sehen. Die Feuerwehrleute aus Illertissen wurden bei der Brandbekämpfung von den Wehren aus Altenstadt, Dietenheim, Vöhringen und Senden unterstützt. Insgesamt waren etwa 155 Löschkräfte mit 20 Fahrzeugen im Einsatz.

Kreisbrandrat Alfred Raible (Illertissen) koordinierte die Löscharbeiten. Dank der vereinten Kräfte konnte das Übergreifen der Flammen auf die benachbarte neue Produktionshalle verhindert werden. Das Löschwasser wurde zum Teil aus dem benachbarten Mühlbach herangesaugt. Die etwa 5000 Quadratmeter große Halle des Hobelwerks samt Inventar komplett eingeäschert. Auch ein neben der Halle stehender Lastwagen samt Anhänger sowie ein weiterer Anhänger wurde ein Raub der Flammen. Zwei benachbarte Silos mit Holzspänen konnten gerettet werden.

Brandfahnder suchen nach der Ursache

Am gestrigen Morgen waren von der Produktionshalle nur noch rauchende Trümmer übrig. Die Ruku-Werksfeuerwehr hatte die Nachlöscharbeiten übernommen. Die Brandfahnder der Neu-Ulmer Kriminalpolizei machten sich an die Arbeit, um die Ursache des verheerenden Feuers herauszufinden.

Nach ersten Erkenntnissen der Ermittler ist "Brandstiftung so gut wie ausgeschlossen", wie Kommissariatsleiter Xaver Geiger gestern auf Anfrage unserer Zeitung sagte. Ein wesentlicher Anhaltspunkt dafür sei, dass das Gebäude über Nacht geschlossen ist. Als Auslöser könnte demnach ein technischer Defekt in Frage kommen, da in der Halle tagsüber mehrere Holzbearbeitungsmaschinen in Betrieb sind. Zu verletzten Personen kam es durch das Feuer glücklicherweise nicht.

Am heutigen Freitag wird ein Sachverständiger des Bayerischen Landeskriminalamtes die Brandstelle noch einmal unter die Lupe nehmen.


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