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Kreisfeuerwehrverband Neu-Ulm

Online Berichte

Mit freundlicher Genehmigung der
Illertisser Zeitung

27.08.2018

A 7 Illertissen - Vöhringen: Mehrere Unfälle und vorbildliche Rettungsgasse

Gleich drei Unfälle hintereinander, und die auch alle in demselben Bereich, sorgten am späten Sonntagnachmittag und -abend für größere Verkehrsbehinderungen auf der A 7 zwischen Illertissen und Vöhringen. Ursache war laut Polizei jedes Mal zu dichtes Auffahren im starken Reiseverkehr. Hier eine Zusammenfassung:

Zunächst hatte sich ein Auffahrunfall mit zwei Autos ereignet, der laut Polizei für die beiden 60- und 27-jährigen Fahrer glimpflich verlief. Der Sachschaden betrug allerdings 11000 Euro.

Im gleichen Autobahnabschnitt waren zuvor drei Pkw wegen zu geringen Sicherheitsabstandes aufeinander aufgefahren. Der 42-jährige Unfallverursacher blieb unverletzt; die Insassen der beiden anderen Autos wurden leicht verletzt. Hier ergab sich laut Polizeibericht ein Sachschaden in Höhe von 28000 Euro.

Der folgenschwerste Unfall passierte dann kurz vor 20 Uhr, direkt unterhalb der Straßenbrücke, die zum Illertisser Flugplatz führt. Wie die Polizei mitteilt, waren hier mehrere Fahrzeuge auf der linken Spur unterwegs, um eine Reihe von langsamer rechts fahrenden Autos zu überholen, als plötzlich eines dieser Fahrzeuge auf die linke Spur hinüber wechselte. Zwei aufmerksamen Fahrern auf der Überholspur gelang es gerade noch, durch "starke Bremsmanöver", wie es die Polizei beschreibt, ein Auffahren zu vermeiden. Einem nachfolgenden 62-jähriger Motorradfahrer glückte dies jedoch nicht mehr, sodass er auf den vor ihm fahrenden Pkw auffuhr und stürzte. Daraufhin schleuderte er mehrere Meter weit über die Straße und erlitt durch den Aufprall und das Rutschen schwere Verletzungen.

Notarzt und Rettungsdienst forderten den Ulmer Rettungshubschrauber "Christoph 22" an, der mangels geeigneten Geländes außerhalb der Autobahn nun auf der Standspur landen musste. Hierfür sicherte die Feuerwehr Illertissen den Landeplatz ab und sperrte die Fahrbahn komplett. So konnte der Motorradfahrer in eine Ulmer Klinik geflogen werden. Der Sachschaden betrug hier laut Polizei rund 4000 Euro.

Schnell hatte sich ein Rückstau bis zur Ausfahrt Illertissen und darüber hinaus gebildet. Dabei fiel den Einsatzkräften wie schon wenige Tage zuvor bei einem Pkw-Brand südlich von Illertissen angenehm auf, dass alle Verkehrsteilnehmer im Stau eine einwandfreie Rettungsgasse gebildet hatten, sodass auch später nachrückende Einsatzfahrzeuge problemlos zur Unfallstelle vorfahren konnten. Nach einiger Zeit konnte der Verkehr einspurig auf dem Standstreifen vorbeigeleitet werden. Auch hier klappte das Einfädeln der anrollenden Fahrzeuge auf eine Spur ohne Probleme. Gegen 21 Uhr waren die Bergungsarbeiten beendet und die Autobahn zum ersten Mal seit mehreren Stunden wieder frei befahrbar.

Video: Vorbildliche Rettungsgasse - siehe www.illertisser-zeitung.de

Text, Bilder und Video: wis


 
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Mit diesem Bericht verknüpfte Feuerwehren
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