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Kreisfeuerwehrverband Neu-Ulm

Online Berichte

Mit freundlicher Genehmigung der
Illertisser Zeitung

16.06.2012

Fehlalarm im gesamten Landkreis Neu-Ulm - Ursache geklärt

Kurz vor zwei Uhr heulten in der Nacht zum Samstag im gesamten Landkreis Neu-Ulm alle Feuer- und Katastrophenschutz-Sirenen. Der eine Minute dauernde auf- und abschwellende Heulton bedeutet im Ernstfall eine „Warnung an die Bevölkerung“, die damit aufgerufen wird, die Rundfunkgeräte einzuschalten und auf Durchsagen zu achten, weil eine „schwerwiegende Gefahr für die öffentliche Sicherheit“ besteht. Am Samstag gab es allerdings keinen Grund zur Sorge: Die Sirenen waren durch einen technischen Fehler im Computersystem der Integrierten Leitstelle Donau-Iller in Krumbach ausgelöst worden. Von dort folgte auch unmittelbar nach dem Alarm eine Funkdurchsage an alle Feuerwehren im Landkreis, in der darauf hingewiesen wurde, dass es sich um einen Fehlalarm handelte. Auch das Polizeipräsidium Schwaben Süd/West in Kempten gab wenige Minuten nach dem Fehlalarm eine Pressemitteilung mit folgendem Wortlaut heraus: „Aufgrund eines technischen Defektes lösten im Landkreis Neu-Ulm mehrere Sirenen aus. Technische Ursache wird überprüft. Es besteht kein Anlass zur Beunruhigung.“ Nun sind Untersuchungen des Computersystems im Gange, um eine Wiederholung des Fehlers auszuschließen.

Am Samstagmittag war dann die Ursache geklärt - hier die Ergänzung zum obigen Bericht:

Die Ursache für den Fehlalarm im gesamten Landkreis Neu-Ulm in der Nacht zum Samstag ist geklärt: Es war nicht wie zunächst vermutet wurde, ein technischer Fehler, sondern ein kleines menschliches Versehen mit ungewollten Folgen. Am späten Samstagvormittag gab Karl-Heinz Lentz, der Leiter der Integrierten Leitstelle Donau-Iller in Krumbach, eine Pressemitteilung heraus, in der er den Hergang wie folgt schildert: „Hiermit möchten wir Sie darüber informieren, dass in der Nacht des 16.06.2012 gegen 02:00 Uhr die Integrierte Leitstelle Donau-Iller den Probealarm zur „Warnung der Bevölkerung“ für den Landkreis Neu-Ulm im Einsatzleitsystem terminieren und vorbereiten wollte. Während dieser Maßnahme wurde versehentlich die Alarmierung aktiviert. Ein Abbruch der Alarmierung war leider nicht mehr möglich. Für die Unannehmlichkeiten bitten wir die Bevölkerung sowie die alarmierten Einsatzkräfte um Entschuldigung.“ Das bedeutet, dass der diensthabende Disponent den nächsten bayernweiten Katastrophenschutz-Probealarm in das Computersystem einspeichern wollte, der für Mittwoch, den 17. Oktober 2012 um 11 Uhr vormittags geplant ist. Dabei schaltete er versehentlich den Alarm „scharf“, was dann nicht mehr rückgängig zu machen war. (wis)


 
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Mit diesem Bericht verknüpfte Feuerwehren