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Kreisfeuerwehrverband Neu-Ulm

Online Berichte

Artikel von Wilhelm Schmid

26.09.2009

Straß: Einsatzübung auf dem MUNA Gelände

Vorabveröffentlichung Bericht der Illertisser Zeitung

Nersingen-Straß (wis). „Nun steht die Ausbildung der Atemschutz-Geräteträger auf vier Säulen“ freute sich Kreisbrandrat Alfred Raible bei der ersten Übung auf dem Gelände der ehemaligen „MUNA-Heeresmunitionsanstalt“ bei Straß. Schon seit Jahren hatten Feuerwehren aus dem Nordlandkreis dortige Anlagen gelegentlich für Übungszwecke nutzen dürfen, und nach Auflösung des Standortübungsplatzes und des „Mobilmachungs-Stützpunktes“ der Bundeswehr hatte nun die Bundesanstalt für Immobilien der Kreisbrandinspektion Neu-Ulm die Erlaubnis erteilt, einen Bunker und einen Luftschutzkeller zur „Heißausbildung“ für Atemschutz-Geräteträger aus Feuerwehren des gesamten Landkreises zu nutzen. Nach der Grundausbildung auf der Übungsstrecke im Gerätehaus Illertissen, der Weiterbildung im gasbefeuerten Brandübungscontainer in Neu-Ulm und den Übungen in den eigenen Wehren gibt es nun eine vierte Möglichkeit, die Aktiven für das Vorgehen in brennenden Innenräumen zu schulen. Hierzu haben die Feuerwehren Straß und Thalfingen die Aufgabe übernommen, das Übungsobjekt zu betreiben. Sie bereiten dazu Feuer aus unbehandeltem Holz in einem Bunker vor, und die Wehrleute werden zunächst am Hohlstrahlrohr und an der Wärmebildkamera geschult, ehe sie gegen das Feuer vorgehen. Am heißen, rauchenden Bunker kann dann geübt werden, wie zunächst von einem Mann die Türe vorsichtig geöffnet wird, während der andere aus dem Hohlstrahlrohr Sprühstrahlstöße in den dunklen Raum abgibt, um somit durch Abkühlung zu verhindern, dass sich schlagartig der berüchtigte „Flash-Over“, also eine Durchzündung des brennenden Rauchgases, entwickelt. Dann geht der Trupp ins Innere des Bunkers vor und versucht dort, mithilfe der Wärmebildkamera den Brandherd ausfindig zu machen und zu löschen. Kreisbrandmeister Matthias Thuro leitet die Ausbildung im „MUNA“-Gelände, und an den ersten beiden Übungstagen wurden bereits mehrere Gruppen „durchgeschleust“. Nach überstandenen Strapazen – im Bunker wird es bis zu vierhundert Grad heiß – warteten draußen die Kameraden aus Straß und Thalfingen mit Mineralwasser und Tee, um den Einsatzkräften über den Flüssigkeitsverlust hinweg zu helfen.

Bildtext:

Ein Angriffstrupp geht gegen einen Brandherd im Inneren des Bunkers auf dem ehemaligen „MUNA“-Gelände bei Straß vor: Aus sicherer Deckung öffnet ein Mann die Türe, während der andere vom Boden aus Sprühstrahl-Wasserstöße in den Raum abgibt, um durch Abkühlung das Durchzünden des Rauchgases zu verhindern. Bild: wis


 
Bild: Wilhelm Schmid  

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