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Feuerwehren im Landkreis Neu-Ulm - Pressearchiv

mit freundlicher Genehmigung der
Illertisser Zeitung

Mittwoch, 06. Juni.2001

Jeder rund 53 Stunden im Dienst

Feuerwehr Kellmünz zieht Jahresbilanz

Kellmünz (sar).

Mit 2363 ehrenamtlich geleisteten Einsatzstunden legte Kommandant Benedikt Kramer eine eindrucksvolle Leistungsbilanz der Freiwilligen Feuerwehr Kellmünz bei der Dienstversammlung im Gasthaus „Bräustüble“ vor. Der neue Kreisbrandinspektor Dr. Bernhard Schmidt besuchte zum erstenmal die Kellmünzer Wehrmänner und überzeugte sich vom guten Ausbildungs- und Leistungsstand.

Der Bericht des Kommandanten wies im vergangenen Jahr 54 Einsätze mit insgesamt 2363 Einsatzstunden auf. Dies entspricht gegenüber dem Jahr davor einer Steigerung von 100 Prozent. Somit war jeder der 45 Kellmünzer Floriansjünger durchschnittlich zirka 53 Stunden im Einsatz. Das Spektrum der Hilfeleistung umfasste Verkehrsunfälle, Vermisstensuche, Vorbereitungsmaßnahmen zur Hochwasserbekämpfung, Absperrdienste und Brandeinsätze.

Durch den Besuch von Lehrgängen haben die Kellmünzer Wehrmänner den Ausbildungsstand weiterhin erhöht. Zum Leiter der Feuerwehr, Zugführer und Gerätewart ließ sich jeweils ein Feuerwehrmann ausbilden. Zwei Wehrmänner absolvierten den Lehrgang zum Rettungshelfer Feuerwehr und vier Mann stellten sich einem Fahrsicherheitstraining. Die Lerninhalte der Jugendfeuerwehr umfassten die Einführung in das Funkwesen, Feuerwehrrecht und Organisation und theoretischen sowie praktischen Unterricht zu den Bereichen „Brennen und Löschen“, berichtete Jugendwart Markus Hölz. Bürgermeister Josef Aumann gab einen Rückblick auf die Beschaffungen für die Feuerwehr in den letzten zehn Jahren, wobei die Anschaffung von zwei Feuerwehrfahrzeugen (1993 und 2000) sicher den Höhepunkt bildeten.

Keine neue Unterkunft

Die Hoffnungen der Floriansjünger auf eine neue Unterkunft konnte das Gemeindeoberhaupt noch nicht konkretisieren: „Ich hätt ganz gern noch zugesagt, dass wir ein neues Feuerwehrhaus bauen, aber dafür hat die Gemeinde im Moment kein Geld.“ Auf die dynamische Entwicklung des Feuerwehrwesens der letzten Jahre machte Kreisbrandinspektor Schmidt aufmerksam und hob vor allen Dingen die Jugendausbildung als stützenden Eckpfeiler heraus. „Wenn das so bleibt, ist der vorbeugende und abwehrende Brandschutz in Kellmünz sicherlich gewährleistet“, sagte Bernhard Schmidt im Hinblick auf den Gesamteindruck, den die Kellmünzer Feuerwehr beim ersten offiziellen Besuch des Kreisbrandinspektors hinterlassen hat.