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Kreisfeuerwehrverband Neu-Ulm

Online Berichte

Mit freundlicher Genehmigung der
Illertisser Zeitung

22.09.2010

Illertissen: Verletzte Personen bei Wohnungsbrand

Feuer in Wohnung: Sieben Verletzte

Von Wilhelm Schmid

Illertissen Schreie drangen aus dem Haus, als die Feuerwehr am Einsatzort eintraf: Bei einem Wohnungsbrand in der Max-Planck-Straße in Illertissen sind gestern am frühen Abend sieben Personen verletzt worden. Sie erlitten Rauchgasvergiftungen. Rettungswagen transportierten sie in Krankenhäuser in Illertissen, Weißenhorn, Krumbach und Memmingen. Bei den Verletzten handelt es sich um Kinder und Erwachsene einer Familie im Alter zwischen fünf und 54 Jahren. Nach ersten Erkenntnissen hatte eine defekte Lampe den Brand entfacht.

Um 18.17 Uhr waren Feuerwehr und Rettungsdienst alarmiert worden. Im Eckteil eines Reihenhauses an der Max-Planck-Straße war Feuer ausgebrochen. Kurz darauf traf die Feuerwehr Illertissen mit einem kompletten Löschzug und der erste Rettungswagen vor dem Reihenhaus ein. Fünf als Rettungssanitäter ausgebildete Feuerwehrleute unterstützten sofort die Besatzung des Rotkreuzfahrzeuges und brachten die sieben Verletzten ins Freie. Für deren Versorgung wurden dann insgesamt fünf Rettungswagen und zwei Notärzte alarmiert, die die Familienmitglieder in die verschiedenen Krankenhäuser transportierten. Währenddessen löschte die Feuerwehr Illertissen unter Einsatzleitung von Kommandant Erik Riedel den Brand.

Das Feuer war laut Polizei in der Speisekammer ausgebrochen, verursacht durch eine defekte Lampe. Kleidung, die in der „Speis“ abgelegt war, geriet in Brand. In den Flammen explodierte eine kleine, ebenfalls dort gelagerte Gaskartusche. Damit hatte das Feuer reichlich Nahrung und konnte sich so über das Treppenhaus ausbreiten, bevor es gelöscht wurde. Mithilfe eines Hochdrucklüfters befreite die Feuerwehr anschließend die Wohnung von Rauch und kontrollierte die Brandstelle und ihre Umgebung mit einer Wärmebildkamera. So wurde sichergestellt, dass sich keine versteckten Brandnester mehr im Haus befanden. Nach ersten Schätzungen der Polizei sind rund 6 000 Euro Sachschaden entstanden.

Sofort danach ein Probealarm

Kaum waren die Mitglieder des Löschzuges an der Max- Planck-Straße abgerückt und im Gerätehaus angekommen, mussten sie schon wieder ausrücken. Ein Probealarm (Bestandteil der Brandschutzwoche) rief sie zum Pferdehof Mayer in Tiefenbach. Dort bewältigten sie zusammen mit allen Feuerwehren der Stadt übungshalber den Brand eines landwirtschaftlichen Anwesens.


 
Bild: Wilhelm Schmid  

 
Bild: Wilhelm Schmid  

 
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